Graetzin-Rhenus
Dieses wunderschöne Stück wurde mir durch einen Glücksgriff über Ebay Kleinanzeigen zugetragen.
Das war der Zustand bei Erwerb. Makelloser Porzellankörper mit Goldverzierungen. Etwas verstaubt, das Messing leicht angelaufen.
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Nach einer Reinigung des Porzellans habe ich mich daran gemacht, das Messing wieder aufzupolieren. Mechanisch wollte ich nicht zu hart ran gehen, deshalb habe ich die Messingteile abmontiert, zerlegt, und dann 1-2 Stunden in ein Entkalker/Wassermix (1/10) eingelegt. Danach konnte man den schwarzen Schleier einfach mit einem Pinsel abwaschen. Nach einem Neutralisierungsbad in warmen Seifenwasser konnte das nun rötlich schimmernde Messing einfach mit einer Metallpolitur auf Hochglanz gebracht werden.
Erste Erfolge sieht man hier.
Der weiß emaillierte Deckenpendel mit Gasventil stammt eigentlich von einer anderen Lampe. Paßte aber hier optisch so sehr, das ich Ihn hier montiert habe.
Auch der hier sichtbare emaillierte Schirmhalter gehört eigentlich zu einer anderen Graetzinleuchte. Der Zugzylinder (Das Glas) ist ein Nachbauteil. Der Glühstrumpf gehört eigentlich auch zu einem anderen Lampenmodell. Aber die acht originalen Glühkörper möchte ich erst auspacken, wenn die Lampe entgültig in Betrieb geht. Es gibt nämlich keine neuen mehr!
Auch ein emaillierter und verzierter Baldachin gehörte zu dem Deckenpendel.
Letztendlich hatte ich wieder Glück und konnte in einer Onlineauktion ein weiteres Graetzinlicht erstehen, das eine originale Glaskugel montiert hatte. Diese wurde natürlich gleich gegen den Schirmhalter ausgetauscht.
Letztendlich ist diese Gasglühlicht aus den frühen 19. Jahrhundert wieder in Museumsquallität aufgearbeitet worden. Abschließend fehlt nur noch eine Abdichtung der Gasleitung, und dann könnte die Lampe wieder in Betrieb gehen.
Ob es irgendwann mal dazu kommen wird, ist noch offen, da die zukünftigen Räumlichkeiten erst noch saniert werden müssen. Bis dahin wird das gute Stück sicher eingelagert.